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Initiative fordert: Kein 3. Supermarkt!

 (aus: NRZ, Ausgabe Düsseldorf vom 22.12.2010)

 
 

Angermund. Ein dritter großer Supermarkt fürs Viertel? „Der ist für die Nahversorgung gar nicht nötig. Und der wäre auf dem Gelände zwischen evangelischer Kirche und S-Bahnhof völlig falsch platziert“, betont Paul Sehl. Um das Bauvorhaben zu verhindern, hat der Rentner mit anderen Anwohnern die Interessengemeinschaft „Herz für Angermund“ gegründet. Die Argumente der Initiative: Der jetzt noch verbliebene Ortskern mit dem Edeka-Markt müsse gestärkt und gestaltet und dürfe nicht durch einen weiteren Discounter an anderer Stelle geschwächt werden.
Außerdem: Das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die Kunden wäre für die Kindergartenkinder eine Belastung und eine Gefährdung für die Mädchen und Jungen auf ihrem Schulweg. Ein weiterer Aspekt: Ein Lebensmittel-Markt neben der Kirche „passt nicht ins Ortsbild.Eine Kirche ist zum einen ein Ort der Stille, der Einkehr und des Gebets. Sie ist aber auch an Wochentagen ein beliebter Treffpunkt“, so Sehl. Sein Gegenvorschlag: Da in Angermund immer mehr Senioren leben, sollten an dieser Stelle „Service-Wohnungen“ mit Betreuungsangeboten oder generationenübergreifendes Wohnen angeboten werden. Für das Areal wird im kommenden Frühjahr ein neuer Bebauungsplan aufgestellt. Dazu gibt es eine Bürgerbeteiligung. Diese wollen die meisten Stadtteilpolitiker in der Bezirksvertretung 5 abwarten, um anschließend weiter über das Projekt zu beraten.
 

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