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Die Argumente der Interessengemeinschaft gegen die Ansiedlung eines Supermarktes bzw. Discounters neben der evangelischen Kirche mit angeschlossenem Kindergarten und Kindertagesstätte „Regenbogen“
 
 

Im April 2010 wurde von der Stadt Düsseldorf eine „Nahversorgungskonzeption für den Stadtbezirk 5“ vorgestellt.
Zusammenfassend empfiehlt dieses Gutachten als erste Priorität die „Sicherung der vorhandenen Märkte“ und den Schutz des Zentrums an der Angermunder Straße. Dieses Zentrum könnte durch Erweiterung des vorhandenen Lebensmittelmarktes fortentwickelt werden, wodurch das Zentrum in seiner Versorgungsfunktion und Besucherfrequenz stabilisiert und punktuell gestärkt wird. Erst als zweite Priorität wird die Neuansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes im Westteil von Angermund - auf der Fläche neben der evangelischen Kirche – empfohlen.

In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 im Mai 2010 wurde diese Empfehlung des Gutachtens zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auf dem Gelände neben der evangelischen Kirche „nicht zustimmend zur Kenntnis“ genommen. Ab diesem Zeitpunkt verdichteten sich jedoch die Aussagen zu Gunsten der Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in dem Plangebiet durch einige politische Repräsentanten im Rat und in der Bezirksvertretung immer mehr.

Die Sorge um eine solche Ansiedlung mit einem zweiten Lebensmittel-Discounter im Westteil von Angermund (neben Lidl) und damit die Zersplitterung des Ortskerns an der Angermunder Straße im Ostteil führten zur Gründung dieser Interessengemeinschaft im Dezember 2010, um frühzeitig die Öffentlichkeit in dieses Geschehen mit einzubeziehen.

Aus diesen Gründen setzt sich die Interessengemeinschaft auch für eine „Nachhaltige Ortsgestaltung“ ein.

In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 22.02.2011 hat die Stadtverwaltung vier Varianten A. B, C und D für eine mögliche Bebauung des Plangebiets vorgestellt, die die Interessengemeinschaft seit dieser Zeit auf ihrer Webseite veröffentlicht hat.

Die Interessengemeinschaft lehnt entsprechend ihren Empfehlungen in der Öffentlichkeit die Varianten A, C und D ab.

Dagegen wird eine modifizierte Variante B – Wohnen – favorisiert, um u.a. auch die Schaffung von altersgerechtem Wohnen, Mehr-Generationen-Wohnen und Bebauung mit Einfamilienhäusern – wie beispielsweise auf der gegenüber liegenden Seite der Angermunder Straße am Bilkrather Weg ( in gleicher Nähe zum Eisenbahnkörper wie in dem Plangebiet) – zu ermöglichen.

Dieser Empfehlung der Interessengemeinschaft hatten sich bis zum 31. März 2011 - dem Tag der wegen Überfüllung des Versammlungsraumes abgesagten Bürgeranhörung -

1.025 Angermunder Bürgerinnen und Bürger

angeschlossen. Dabei muss diese Anzahl auch vor dem Hintergrund einer Einwohnerzahl von 6.038 – wovon 1.085 Personen im Alter bis zu 18 Jahren sind – und 3.017 Haushalten (gemäß Amt für Einwohnerwesen Stand 31.12.2009) betrachtet werden.

Termin und Versammlungsort für Bürgeranhörungen werden von der jeweiligen städtischen Verwaltung in Verbindung mit der jeweiligen Bezirksvertretung ohne Abstimmung mit einer Bürgerinitiative festgelegt. Jedoch hat die Interessengemeinschaft zuletzt noch in der Monatsmitte März 2011 u.a. den zuständigen Beigeordneten des Stadtplanungsamtes Dr. Gregor Bonin und das Stadtplanungsamt (Amt 61 – Amtsleiter: Richard Erben / Leiterin Städtebauliche Planung Nord, Ost und Süd: Ruth Orzessek-Kruppa) auf die große Bürgerbeteiligung hingewiesen. Aufgrund all der in der Öffentlichkeit bekannten Gegebenheiten darf dann eine solche Absage nicht erfolgen. Denn eine abermalige Anhörung ist nicht nur für die Stadt mit einem zusätzlichen finanziellen Aufwand verbunden (z.B. für Raummiete u.a.), sondern auch für die Interessengemeinschaft, die bekanntlich keinen Beitrag erhebt und auch nicht erheben möchte.
 

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Nunmehr hat das Stadtplanungsamt den neuen Termin für die Bürgeranhörung zu den Plan-Varianten der Bebauung in dem Plangebiet über die Presse bekannt gegeben. Die Anhörung findet demnach statt am

Dienstag, dem 24. Mai 2011, 19.00 Uhr in der Sporthalle (Walter Rettinghausen-Halle) des TV Angermund,  Freiheitshagen.

Zur weiteren nachhaltigen Unterstützung der Anliegen der Interessengemeinschaft ist eine zahlreiche Teilnahme an der Bürgeranhörung wünschenswert.
 

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